Sicherheitsgründe vorgeschobenKreml sperrt SIM-Karten aus Furcht vor Drohnenangriffen

14.04.2026, 12:35 Uhr
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Das Digitalministerium spricht von einer "Abkühlphase". (Foto: IMAGO/SNA)

Die Ukraine wehrt sich vermehrt mit Drohnenangriffen in Russland. Die steigende Zahl lässt Moskau nun zu einer angeblichen Vorsichtsmaßnahme greifen. Betroffen davon sind vorrangig Rückkehrer aus dem Ausland.

Aus Sicherheitsgründen für den Kampf gegen Drohnenangriffe aus der Ukraine lässt Moskaus Staatsführung neuerdings SIM-Karten in Telefonen für 24 Stunden nach Ankunft in Russland blockieren. Das Digitalministerium sprach beschönigend von einer "Abkühlphase", wenn sich eine SIM-Karte etwa zeitweilig im Ausland befand oder 72 Stunden nicht aktiviert war. "Wenn eine SIM-Karte aus dem Ausland nach Russland gelangt, muss bestätigt werden, dass sie von einer Person verwendet wird und nicht in eine Drohne eingebaut ist", erklärte das Ministerium bei Telegram.

Für die Zeit der Überprüfung werde die Karte deshalb gesperrt für mobiles Internet und das Senden und Empfangen von Kurznachrichten (SMS). Reisende hatten sich nach der Ankunft in Russland zuletzt bisweilen gewundert, dass zwar Telefonieren möglich war, aber das mobile Internet nicht funktionierte, um etwa ein Taxi über eine App zu bestellen. Es handele sich um eine Maßnahme für den Schutz der Bürger, begründete das Ministerium den Schritt.