ThüringenRund zehn Prozent weniger Wohnungslose in Unterkünften

In Thüringen sind weniger Menschen in Wohnungslosenunterkünften untergebracht als noch vor einem Jahr. Doch wer wird in diesen Zahlen überhaupt erfasst?
Erfurt (dpa/th) - Die Zahl der in Unterkünften untergebrachten wohnungslosen Menschen ist in Thüringen zurückgegangen. Anfang des Jahres waren 2.700 Menschen in Einrichtungen im Freistaat untergebracht, wie das Landesamt für Statistik anlässlich des Tages der Wohnungslosen am Freitag mitteilte. Das seien 330 und damit 10,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Verglichen mit 2023 ist ein deutlicher Rückgang in Thüringen zu beobachten, als 6.875 Wohnungslose erfasst wurden.
Die Mehrheit der Menschen hat den Angaben nach keinen deutschen Pass. Anfang des Jahres waren acht von zehn Betroffenen (80,9 Prozent) ausländische Staatsangehörige. Demnach verringerte sich diese Gruppe im Vergleich zu 2025 jedoch um 355 Menschen, während es bei den Betroffenen mit deutscher Staatsbürgerschaft einen Zuwachs um 25 Personen gab.
Die Statistik wird jeweils zum Stichtag 31. Januar erhoben. Nicht angegeben waren Angaben zum Alter oder Geschlecht. In den Daten werden Menschen erfasst, denen Räume, Wohnungen oder Übernachtungsgelegenheiten zur Verfügung gestellt wurden, ohne dass sie etwa einen eigenen Mietvertrag dafür hatten. Obdachlose Personen, die ohne Unterkunft auf der Straße leben, sowie unterschiedliche Formen von verdeckter Wohnungslosigkeit werden in dieser Statistik nicht einbezogen.
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