SachsenForschende beraten über Zukunft der Chemieindustrie

10.09.2026, 07:09 Uhr
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Internationale Forschende diskutieren in Leipzig, wie die Chemieindustrie ressourcenschonender und kreislauforientierter werden kann. Rund 40 Fachbeiträge sind geplant.

Leipzig (dpa/sn) - In Leipzig beraten internationale Forschende in der kommenden Woche über die Zukunft der Chemieindustrie. Beim ersten "Transforming Chemistry Summit" am 15. und 16. September steht nach Angaben des Veranstalters unter anderem die Frage im Mittelpunkt, wie Chemie ressourcenschonender, kreislauforientierter und stärker datengetrieben entwickelt werden kann. Erwartet werden rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unter anderem aus England, der Schweiz, den Niederlanden und Südkorea. Geplant sind rund 40 Fachbeiträge.

Organisiert wird der Wissenschaftskongress vom Center for the Transformation of Chemistry (CTC). Das in Entstehung befindliche neue Großforschungszentrum wird vom Bund sowie von den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt getragen. Es wurde im Sommer 2025 gegründet und soll mit Standorten in Delitzsch und Merseburg den Umbau der Chemie hin zu Kreislaufwirtschaft, Recycling und nachwachsenden Rohstoffen vorantreiben.

Die Industrie im mitteldeutschen Chemiedreieck steht derzeit wegen hoher Energiekosten und schwacher Nachfrage unter großem wirtschaftlichen Druck. In dieser Woche hatte die insolvente Leuna Polyamid GmbH die Suche nach einem neuen Investor für gescheitert erklärt. Bereits im vergangenen Jahr hatte der US-Konzern Dow Chemical angekündigt, Teile seiner Anlagen in Schkopau und im sächsischen Böhlen Ende 2027 zu schließen.

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