SachsenEin Fünftel weniger Wohnungslose in Unterkünften

10.09.2026, 12:00 Uhr
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Erstmals seit 2022 sind weniger Menschen in Wohnungslosenunterkünften untergebracht. Besonders eine Gruppe ist geschrumpft.

Kamenz (dpa/sn) - Die Zahl der Wohnungslosen ist in Sachsen um knapp ein Fünftel zurückgegangen. Anfang dieses Jahres waren im Freistaat 5.590 Menschen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht, teilte das Statistische Landesamt anlässlich des Tags der Wohnungslosen am Freitag mit. Demnach sank die Zahl im Vergleich zu 2025 um 1.295 Personen und lag damit zum ersten Mal seit 2022 unter dem Vorjahreswert.

Der Rückgang geht fast ausschließlich auf die Gruppe der Wohnungslosen ohne deutsche Staatsangehörigkeit zurück: Zu Ende Januar 2026 schrumpfte sie im Vergleich zum Vorjahr um 1.275 auf 4.340 Menschen. Dennoch macht die Gruppe die eindeutige Mehrheit unter den untergebrachten Wohnungslosen aus. Fast drei von fünf der betroffenen waren männlich. Am häufigsten handelte es sich um Alleinstehende (43 Prozent) und Paarhaushalte mit Kindern (33 Prozent).

Wohnungslosenzahl von 2022 bis 2025 vervierfacht

Die Wohnungslosenstatistik wird seit 2022 jeweils zum Stichtag 31. Januar erhoben. Erfasst sind Menschen, die in Not- und Gemeinschaftsunterkünften oder gewerblichen Unterkünften wie Pensionen oder Hotels unterkommen, nicht jedoch Menschen, die bei Freunden, Familienangehörigen oder Bekannten unterkommen sowie Obdachlose, die ohne Unterkunft auf der Straße leben.

Von 2022 bis 2025 hatte sich die Zahl in Sachsen von 1.655 auf 6.885 Personen mehr als vervierfacht. Grund für den Anstieg könne eine verbesserte Datenlage sein, teilte das Statistische Landesamt im vergangenen Jahr mit.

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