SachsenDresdner Wagner-Projekt gastiert in Musikzentren Europas

10.09.2026, 14:22 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

"Götterdämmerung" in Luzern und Paris: Die Dresdner Musikfestspiele haben Wagners "Ring des Nibelungen" im Klang der Entstehungszeit aufgelegt. Nun soll die Musikwelt daran teilhaben.

Dresden/Luzern (dpa/sn) - Die Dresdner Musikfestspiele haben mit ihrem Wagner-Projekt Geschichte geschrieben und präsentieren es nun weiter in europäischen Musikzentren. Nach einer Aufführung am Donnerstag beim Luzern Festival wird die "Götterdämmerung" als letzter Teil vom "Ring des Nibelungen" am Sonntag im Théâtre des Champs-Élysées in Paris gezeigt, wie die Festspiele mitteilten. Der gesamte Dresdner "Ring" ist im Mai 2027 im Konzerthaus in Wien zu erleben.

Klang wie zu Wagners Lebzeiten

Die Musikfestspiele hatten die "Ring"-Tetralogie seit 2023 unter dem Titel "The Wagner Cycles" aufgelegt - auf historischen Instrumenten sowie im Gesangs- und Sprachstil der Wagner-Zeit. Der "Ring" sollte damit so klingen, wie er zur Entstehungszeit den Zuhörern erschienen sein muss. An dem Projekt waren Wissenschaftler aus dem In- und Ausland beteiligt. Die musikalische Umsetzung der konzertant aufgeführten "Ring"-Teile lagen beim Dresdner Festspielorchester und dem Concerto Köln unter Leitung von Kent Nagano.

Das Wagner-Projekt sorgte für Schlagzeilen. So wurde die Aufführung der "Walküre" 2024 im Concertgebouw Amsterdam von der "New York Times" als eine der besten Klassikaufführungen des Jahres weltweit gelobt. In der "Walküre" und der "Götterdämmerung" etwa sind an einigen Stellen statt der heute üblichen Blechblasinstrumente eigens gebaute Stierhörner zu hören. Der Wagner-Zyklus habe sich einen festen Platz in der Rezeptionsgeschichte des "Rings" erarbeitet, betonte Festspiel-Intendant Jan Vogler.

Nach den Aufführungen bei den Dresdner Festspielen kamen die einzelnen Teile des "Rings" in bekannten europäischen Konzerthäusern zur Aufführung. Darunter waren die Nationaloper Prag, die Elbphilharmonie in Hamburg, die Pariser Philharmonie sowie das Ravello Festival in Italien.

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