Sachsen-AnhaltScheidungen steigen leicht – Großstädte besonders betroffen

In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr mehr Ehen geschieden worden als im Jahr zuvor. Die meisten Paare scheiterten nicht am verflixten siebten Jahr, wichtiger scheint der Wohnort zu sein.
Halle (dpa/sa) - Die Zahl der Scheidungen ist in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. 3.078 Paare ließen sich im vergangenen Jahr scheiden – 49 mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Die Zahl lag demnach dennoch 13 Prozent unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 3.543 Scheidungen pro Jahr.
Verflixtes siebtes Jahr sticht nicht heraus
Die meisten geschiedenen Ehen dauerten 6 bis 10 Jahre (984 Ehen). Das sogenannte verflixte siebte Jahr spielte in Sachsen-Anhalt keine besondere Rolle: 217 Ehen wurden nach sieben Jahren geschieden – genauso viele wie nach dem neunten Jahr. 395 Paare trennten sich nach mindestens 25 Jahren Ehe und hatten somit bereits die Silberne Hochzeit gefeiert.
Eine größere Rolle scheint der Wohnort zu spielen: Wie in den Vorjahren wurden die meisten Scheidungen in den beiden Großstädten Halle (Saale) und Magdeburg vollzogen – auf die beiden Großstädte entfielen ein Viertel aller Scheidungen im Land. Die wenigsten Ehen wurden demnach in Dessau-Roßlau und im Landkreis Wittenberg geschieden.
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