Rheinland-Pfalz & SaarlandDeutlich weniger Menschen erhielten Asylbewerberleistungen

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Rheinland-Pfalz ist um 30 Prozent gesunken. Welche Herkunftsländer besonders vertreten sind.
Bad Ems (dpa/lrs) - Die Zahl der Menschen, die in Rheinland-Pfalz Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, ist im vergangenen Jahr um 30 Prozent gesunken. Ende 2025 gab es nach Angaben des Statistischen Landesamts rund 15.600 Empfängerinnen und Empfänger der Leistungen, knapp 6.600 weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Zahlen lägen damit auf dem Niveau der Jahre 2019 bis 2021, teilte das Landesamt mit.
Neun von zehn Empfängerinnen und Empfängern hätten Grundleistungen erhalten. Das seien Sachleistungen, Wertgutscheine und Geld beziehungsweise Bezahlkarten, um den täglichen Lebensunterhalt zu decken. Daneben seien unter bestimmten Voraussetzungen Hilfen zum Lebensunterhalt und besondere Leistungen möglich, etwa bei Krankheit oder Schwangerschaft.
Durchschnittsalter von knapp 26 Jahren
Männer machten rund 64 Prozent aus, das Durchschnittsalter der erfassten Leistungsempfängerinnen und -empfänger lag mit knapp 26 Jahren erheblich unter dem der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung von 45 Jahren. Drei von zehn Betroffenen waren zum Stichtag noch minderjährig.
Gut die Hälfte der Leistungsbeziehenden stammte den Angaben zufolge aus Ländern Asiens (51 Prozent), 22 Prozent aus Afrika. Eine europäische Staatsangehörigkeit hatten 21 Prozent. Die häufigste Staatsangehörigkeit sei wie in den Vorjahren die syrische mit 23 Prozent gewesen, teilt das Landesamt mit. Es folgten die türkische mit rund zwölf Prozent und die afghanische Staatsangehörigkeit mit rund neun Prozent.
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