Nordrhein-WestfalenSo viele Firmeninsolvenzen wie seit 2015 nicht mehr

10.09.2026, 13:02 Uhr
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Die Wirtschaft kommt nicht in Schwung: Die Industrie ächzt unter hohen Energiekosten und schwacher Nachfrage, und in Innenstädten vermelden Einzelhändler maue Geschäfte. Viele Firmen geben auf.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Vor dem Hintergrund der schwächelnden Konjunktur und allgemeinen Kaufzurückhaltung gehen in Nordrhein-Westfalen so viele Firmen pleite wie lange nicht mehr. Bei den Amtsgerichten des Bundeslandes seien im ersten Halbjahr 3428 Unternehmensinsolvenzen beantragt worden und damit 7,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Landesstatistikamt in Düsseldorf mit.

Höher war die Anzahl der Insolvenzen in einem ersten Halbjahr zuletzt im Jahr 2015, als es 3716 waren. Danach verbesserte sich die Situation bis ins Jahr 2022, danach ging es Jahr für Jahr mit den Pleiten nach oben. Vor allem in Wirtschaftsbereichen Verkehr, Baugewerbe und Lagerei gab es zuletzt relativ viele Insolvenzanträge.

Aus der gestiegenen Anzahl der Insolvenzen lässt sich allerdings auch etwas Positives herausziehen: Aus dem Zahlenwerk von IT.NRW geht hervor, dass die betroffenen Firmen kleiner waren als im ersten Halbjahr 2025: In diesem Jahr mussten wegen der Insolvenzanträge 13.853 Beschäftigte um ihre Jobs zittern und damit gut ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor, als 21.274 Beschäftigte betroffen waren.

Gut ist zudem, dass die finanziellen Folgen für Zulieferer, Vermieter und andere Beteiligte geringer waren als zuvor: Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen de Unternehmensinsolvenzen belief sich im ersten Halbjahr auf 3,7 Milliarden Euro und damit auf ein Sechstel weniger als im ersten Halbjahr 2025 mit 4,4 Milliarden Euro.

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