HessenDerby in Mainz: So will Frankfurt die Gegentor-Flut stoppen

10.09.2026, 14:56 Uhr
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Sieben Gegentore in zwei Spielen: Frankfurt sucht vor dem Nachbarschaftsduell in Mainz nach Lösungen. Trainer Hütter bleibt ruhig - einen Systemwechsel erwägt er nicht.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eines musste Adi Hütter nach dem missratenen Saisonauftakt von Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga rasch feststellen: Wünsche gehen nicht immer in Erfüllung. "Natürlich habe ich mir den Start besser vorgestellt oder zumindest einmal gewünscht", gab er zu. "Nichtsdestotrotz ist es halt einfach so, dass wir einfach auch eine gewisse Zeit brauchen."

Der Coach strahlt nach außen hin Ruhe aus, während Teile der in den vergangenen Jahren oftmals so erfolgsverwöhnten Fans nach insgesamt sieben Gegentoren in den Partien bei Union Berlin (3:3) und gegen den FC Augsburg (1:4) schon etwas nervös werden.

"Deswegen bin ich der Trainer"

Hütter zeigte sich vor dem Nachbarschaftsduell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim FSV Mainz 05 davon unbeeindruckt und ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass er am richtigen Platz ist. Er mahnt zu Geduld und erinnert zugleich an den Prozess, in dem sich sein Team befindet. "Dafür braucht mich die Mannschaft als Unterstützer. Deswegen bin ich der Trainer", sagte der 56 Jahre alte Österreicher.

Auch wenn die Defensive im Fokus ist, will der Trainer eine Debatte über das System nicht aufkommen lassen - schon gar nicht zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison. Vor allem die Gegentore gegen Augsburg seien laut Hütter kein Grund, die defensive Ausrichtung zu verändern. "Das ist überhaupt keine Systemfrage. Ich muss halt in die Zweikämpfe gehen und den Ball klären." Das habe sein Team nach der 1:0-Pausenführung eben nicht mehr gemacht und verloren.

Die beiden Stadien liegen Luftlinie nur etwas mehr als 30 Kilometer auseinander. Weiter voneinander entfernt sind die Clubs derzeit in der Tabelle. Während die Eintracht noch sieglos ist, kassierte Mainz noch kein Gegentor und gewann zuletzt mit 5:0 beim Hamburger SV.

Lob für Trainerkollegen Fischer

Einen großen Anteil am starken Auftakt der Mainzer hat laut Hütter Urs Fischer als Trainer des Gegners. "Er ist seit Dezember 2025 dort und hat die Mannschaft jetzt so geformt, wie er sie haben will", erklärte der Österreicher. "Sie spielen typischen Urs-Fischer-Fußball. Sie verteidigen gut, haben aber auch in der Offensive Qualitäten."

Allen voran kommt auf die zuletzt wackelige Eintracht-Defensive mit Phillip Tietz und Sheraldo Becker enorme Wucht zu. Aber auch die Mittelfeld-Achse um Jae-sung Lee, Nadiem Amiri und Kaishu Sano steht für hohes Bundesliga-Niveau.

"Aber auch wir haben Qualität", sagte Hütter. Er bemühte sich darum, seine Schützlinge nach dem misslungenen Start zu stärken. Fehlen wird ihm in personeller Hinsicht Nnamdi Collins, für den ein Einsatz noch zu früh kommt. Auch Ansgar Knauff benötigt noch etwas Zeit. "Ob es bei ihm reicht für Mainz, das lasse ich einmal dahingestellt", sagte Hütter.

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