BayernSchrauben in Süßigkeiten und illegale Böller zu Halloween

01.11.2026, 12:30 Uhr
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Präparierte Süßigkeiten, verbotenes Feuerwerk und eine Sexpuppe über der B89: In der Halloween-Nacht blieb nicht jeder Streich harmlos.

München (dpa/lby) - In der Halloween-Nacht haben Eltern in Landshut Schrauben in den gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder gefunden. In weiteren Regionen Bayerns kam es zu Übergriffen und Auseinandersetzungen, teils mit gefährlichen Halloween-Streichen, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden bei den Vorfällen mehrere Menschen leicht verletzt. Insgesamt ziehe die Polizei nach den Feierlichkeiten im Freistaat aber eine positive Bilanz.

Übergriffe auf Kinder

Gleich an mehreren Orten in Bayern fanden Eltern spitze Metallteile in den Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder. In Landshut waren gesammelte Kaubonbons und Schokoriegel mit Schrauben versehen. Auch im Nürnberger Westen haben Kinder beim Auspacken von Schokoriegeln Nadeln gefunden. Noch bevor die Kinder die Süßigkeiten essen konnten, bemerkten ihre Eltern die gefährlichen Gegenstände und alarmierten die Polizei. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sucht nach den Tätern und rät, gesammelte Süßigkeiten vor dem Essen sorgfältig zu prüfen.

Auch andernorts kam es zu Übergriffen. In Friedrichshafen am Bodensee wurde ein zehnjähriges Kind von einem Jugendlichen mit einem Taschenmesser an der Hand verletzt. Eine ärztliche Behandlung sei nicht notwendig gewesen. In Hutthurm (Landkreis Passau) bedrängten Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren eine Gruppe Kinder und zwangen sie, ihre gesammelten Süßigkeiten herauszurücken. Die Polizei konnte sie wenig später stellen.

Verbotene Böller und Waffen in der Halloween-Nacht

Ein 42 Jahre alter Mann und sein 13-jähriger Sohn zogen sich in Würzburg beim Zünden eines Böllers schwere Verletzungen zu. Der Feuerwerkskörper explodierte noch in der Hand des Jugendlichen. Vater und Sohn wurden mit Verbrennungen am Kopf und an den Händen in eine Klinik gebracht.

In der Oberpfalz entdeckte die Polizei mehrere verbotene Böller: In Regenstauf (Landkreis Regensburg) stellten Beamte bei einem 17-Jährigen mehrere Feuerwerkskörper sicher, darunter einen, der nicht den EU-Sicherheitsanforderungen entsprach. Vier Jugendliche in Waldsassen (Landkreis Tirschenreuth) hatten ebenfalls verbotenes Großfeuerwerk bei sich.

Auch im schwäbischen Inchenhofen (Landkreis Aichach-Friedberg) fand die Polizei eine Softairpistole und mehrere Böller bei zwei 16-Jährigen. Gegen die Jugendlichen wird wegen möglicher Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt.

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes wurde in Marktbreit (Landkreis Kitzingen) mit einer Schreckschusspistole bedroht. In Ansbach löste eine vermeintliche Schusswaffe einen Polizeieinsatz aus. Bei einem 16-Jährigen fanden die Beamten schließlich eine Spielzeugpistole, die sie sicherstellten.

Süßes oder Saures?

Mehrere Halloween-Streiche registrierte die Polizei in Franken. Unbekannte haben in Stockheim (Landkreis Kronach) eine Sexpuppe mit einem Strick an einer Brücke über der Bundesstraße 89 aufgehängt. Damit sollen sie mehrere Autofahrer gefährdet haben, so die Polizei.

Außerdem wurden in ganz Bayern Raketen in Briefkästen gezündet, Häuser und Rettungswagen mit Eiern und Klopapier beworfen und Türen mit Kunstblut beschmiert, hieß es. Weiter meldete die Polizei Ruhestörungen und vereinzelte Auseinandersetzungen. Mehrere Menschen seien dabei verletzt worden. Allein in Niederbayern gab es laut Polizei 16 Leichtverletzte, im Raum München waren es 19.

An einer U-Bahn-Station im Münchner Norden warfen rund 50 Menschen Pyrotechnik, Fahrräder und E-Scooter den U-Bahn-Abgang hinunter. Größere Zwischenfälle blieben laut Polizei aber aus.

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